Jugend- und Kinderrechtebüro Bremen
Schützen, fördern und beteiligen!Aktuelles
Einladung zur Lesung mit Miriam Davoudvandi
Der Kinderschutzbund Bremen und das Bürgerhaus Obervieland laden am 09.Juni 2026 um 19 Uhr, gemeinsam zu einer Lesung mit der Autorin Miriam Davoudvandi, ein.
Sie liest aus ihrem Buch, in dem es darum geht, wie es sich wirklich anfühlt in Deutschland arm zu sein und was Armut langfristig mit einem macht. Begleitet wird sie von dem Saz-Musiker Marwan Jaro.
Es wird Raum zum gemütlichen Zusammensein und Austausch im Anschluss geben. Lokale Unterstützungsangebote werden vor Ort an Infoständen vorgestellt.
Der Eintritt ist frei.
Wo? Bürgerhaus Obervieland, Alfred-Faust-Str. 4, 28279 Bremen
Wann? 09.Juni 2026, 19 Uhr
Biografie
Miriam Davoudvandi wurde 1992 in Bukarest als Tochter einer Rumänin und eines Iraners geboren und wuchs in Süddeutschland auf. Sie ist freie Journalistin, Moderatorin und Autorin, wurde mehrfach ausgezeichnet und ist Host des WDR-Podcasts »Danke, gut«, in dem sie mit Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, über psychische Gesundheit spricht. Ihre journalistische Laufbahn begann sie mit Texten über Rap. Später war sie Chefredakteurin eines HipHop-Magazins. Heute erscheinen ihre Beiträge über Popkultur, Politik und Psyche in allen einschlägigen Medien. 2026 erschien ihr Bestseller-Sachbuch„Das können wir uns nicht leisten“, in dem sie Armut in Deutschland thematisiert.
Jugend- und Kinderrechtebüro Bremen
Alle Kinder und Jugendliche haben Rechte!
Doch nur wenige Kinder und Jugendliche in Bremen kennen ihre Rechte. Das wollen wir ändern!
Es ist wichtig, dass die Rechte der Kinder und Jugendlichen bekannt sind, geachtet und umgesetzt werden. Daher informieren wir Kinder und Jugendliche über ihre Rechte und erarbeiten mit ihnen gemeinsam, was sie tun können, wenn Kinderrechte verletzt werden.
Gemeinsam mit Gruppen machen wir Aktionen, um Kinderrechte in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern. Dabei steht die Beteiligung der Kinder und Jugendliche für uns im Mittelpunkt.
Erwachsene sind verantwortlich für die Umsetzung der Kinderrechte. Wir informieren, beraten und vernetzen Fachkräfte und Institutionen. Sie sind wichtige Multiplikator*innen in Sachen Kinderrechte.
Ein Raum für Jugend- und Kinderrechte im UMZU
In der Woche vom 16. Juni eröffnete unser Jugend- und Kinderrechtebüro gemeinsam mit vielen Kooperationspartner*innen einen Raum für Jugend- und Kinderrechte im UMZU. Das Recht auf Schutz für alle Kinder und Jugendlichen wurde gemeinsam mit Fluchtraum Bremen hervorgehoben. Mit dem Klimarechteprojekt im Bremer Jugendring wurde das Recht auf Förderung, Zukunft und ein gesundes Leben betont. Und gemeinsam mit dem Servicebureau Jugendinformation und den für Partizipation zuständigen Kolleg*innen vom LidiceHaus bekamen am Donnerstag das Recht auf Information und Beteiligung eine Extra-Bühne.
Die ganze Woche konnte in tollen Kinder- und Jugendbüchern aus der Kinderrechtekiste des Projekts „Eine Welt in der Schule“ vom Grundschulverband und aus dem Leseland gestöbert werden. Besonders schön war eine spontane Lesung des Instituts für Bilderbuchforschung an der Uni Bremen vom Buch "Die Bestimmer" von Lisen Adbåge.
Alle Kooperationspartner*innen brachten eigene Aktionen mit. Kreativ und lustig war es immer. Fast die ganze Woche konnten Kinder und Jugendliche Regeln für ihre Zimmer entwerfen und Buttons und Magnete herstellen. Mit einem ActionBound konnten sich Kinder und Jugendliche über unterschiedliche Kinderrechte informieren und ihre Meinung sagen. Es gab außerdem zu Eröffnung und Abschuss ein Glücksrad-Spiel, am Dienstag ein Quiz zur Situation von jungen Geflüchteten, am Mittwoch Altpapier-Origami und eine Fotobox, am Donnerstag einen Greenscreen, mit dem man sich selbst zum Beispiel vor den Bundestag oder auf eine Demo beamen konnte.
Es gab viele Informationen zu Kinderrechten und den Angeboten der Kooperationspartner*innen und darüber hinaus. In Bremen werden dringend Menschen gesucht, die Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Geflüchtete übernehmen, und Pflegefamilien für Kinder. Es wurden zahlreiche Möglichkeiten aufgezeigt, kostengünstig oder kostenfrei ins Ausland zu gehen – sei es kurzfristig auf internationale Jugendbegegnungen oder für ein Jahr zum Beispiel zum FSJ. Es wurde Wissen über die Klimakrise vermittelt und Ideen vorgestellt, wie junge Menschen sich in Bremen für verschiedene Themen engagieren können, wie zum Beispiel in Jugendforen oder Jugendbeiräten, auf lokaler oder auf europäischer Ebene.
Eine extra Aktion gab es mit Kindern und Jugendlichen aus dem neuen Jugendrat des Kinderschutzbundes. Die Beteiligten setzten sich aktiv für Kinderrechte ein. Sie bekamen die Chance, in der Bürgerschaft hinter den Kulissen Politiker*innen zu Themen wie Kinderrechten und Kinderarmut zu interviewen. Daraus wird bald ein Podcast entstehen, der im Laufe des Jahres auf unserer Homepage zu finden sein wird.
Besonders wichtig war uns, dass wir der Meinung von Kindern und Jugendlichen Raum geben. Es gab die ganze Woche die Möglichkeit für Kinder und Jugendliche einzubringen, was ihre Forderungen und Wünsche für Kinder und Jugendliche in Bremen sind. Egal ob es Wünsche an Erwachsene sind, an die Politik oder an die Öffentlichkeit. Die Stimme von Kindern und Jugendlichen muss gehört werden. Am Ende stellten Jugendliche aus dem Jugendrat des Kinderschutzbundes Bremen die gesammelten Forderungen vor.
Familie hat für Kinder und Jugendlichen einen sehr hohen Stellenwert. Liebevolle Eltern, die respektvoll und ohne Gewalt mit ihren Kindern umgehen, ihnen Aufmerksamkeit und Anerkennung geben, kuscheln und Zeit haben, sind sehr wichtige Wünsche für ein gutes Aufwachsen von Kindern.
Viele Kinder betonen, wie wichtig ihnen Freiheit ist und dass alle Erwachsenen respektvoll und nett mit ihnen umgehen. Kinder wünschen sich ein Aufwachsen ohne Adultismus, also das Machtungleichgewicht zwischen Erwachsenen und Kindern, Willkür und Gewalt.
Die Themen Sicherheit und Krieg beschäftigen auch viele Kinder. Kinderrechte sollen für alle Kinder umgesetzt werden.
In Bremen fehlen Kindern und Jugendlichen insbesondere öffentliche Orte, an denen sie sich, ohne etwas kaufen zu müssen, aufhalten können, wie Bänke, Spielplätze oder Parks, sowie coole Freizeitaktivitäten.
Wir bedanken uns bei allen, die vorbei geschaut haben, bei allen Partner*innen und bei allen Unterstützer*innen. Wir danken allen Politiker*innen, die wir in der Bürgerschaft interviewen dürften! Wir danken dem UMZU für den tollen Raum.
Der breite Zuspruch von Kindern, Familien und Passant*innen hat gezeigt wie wichtig Raum für Kinder und Jugendliche ist.
Alle Kinder haben Rechte!
Programm
Das ausführliche Programm findet ihr hier und den Flyer hier
Kooperationspartner*innen
Fluchtraum Bremen, Bremer Jugendring, Projekt Eine Welt in der Schule vom Grundschulverband, BIBF, Servicebureau Jugendinformation, Lidice Haus
Sponsor*innen für das Glücksrad
Die Spielerei Bremen, Kismet Döner, Latakiano Eiscafé, Behälter KG Bremen und vielen weiteren Einzelpersonen
Politiker*innen für die Kinderrechte-Interviews
Sascha Aulepp (SPD), Sandra Ahrens (CDU), Sahhanim Görgü-Philipp (Grüne), Fynn Voigt (FDP), Miriam Strunge (Linke), Gökhan Brandt (FDP), Selin Arpaz (SPD), Ole Humpe (FDP), Katharina Kähler (SPD), Medine Yıldız (SPD), Dariush Hassanpour (Linke)
Unsere Meinung zählt!
In einem Workshop vom Jugend- und Kinderrechtebüro rund um die Bundestagswahlen 2025 haben Kinder und Jugendliche ihre Meinungen, Gedanken und Forderungen in einem Brief zusammengetragen und an die Bremer Kandidat*innen der demokratischen Parteien gesendet.
Der Brief kann hier gelesen werden.
Projektbroschüre des Jugend- und Kinderrechtebüros
Die beiden Projektmitarbeitenden Hannah Schröter und Yann Fingerhut sind "Unterwegs für Kinderrechte" und führen in ganz Bremen Angebote für Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte durch.
Diese Broschüre soll die vielfältigen Angebote und Aktionen für die unterschiedlichen Zielgruppen näher beleuchten. Bis Ende Juni 2023 wurde das Projekt durch Aktion Mensch gefördert. In dieser Projektbroschüre wird ein Einblick in die Aktivitäten des Jugend- und Kinderrechtebüros gegeben.
Yann Fingerhut und Lillemor Kuht
Setzt euch mit uns für Kinderrechte ein.