Bremen, 26.10.2026
Das Aktionsbündnis „aber sicher!“ und der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles, haben an diesem Montag (26.Oktober) Schulanfängerinnen und Schulanfänger in Bremer und Bremerhavener Schulen mit 8.000 Warnwesten ausgestattet. Die Kinder an der Grundschule Überseestadt nahmen die Westen stellvertretend für alle Erstklässlerinnen und Erstklässler in Empfang.
Der Senator für Kinder und Bildung, Mark Rackles, betont: „Kinder sollen ihren Schulweg möglichst selbstständig zurücklegen – das stärkt ihre Selbstständigkeit. Gleichzeitig müssen wir alles dafür tun, dass sie dabei gut sichtbar und geschützt sind. Die Warnwesten leisten gerade in der dunklen Jahreszeit einen wichtigen Beitrag dazu: Sie machen Kinder für Autofahrerinnen und Autofahrer frühzeitig erkennbar und helfen, ihren Schulweg sicherer zu machen. Deshalb danke ich dem Aktionsbündnis für sein Engagement.
“ Hinter dem Aktionsbündnis „aber sicher! – gemeinsam für ein verkehrssicheres Bremen“ steht stehen diverse Förderer, die AOK Bremen / Bremerhaven, die Brebau, die Gewoba, die Nehlsen AG, die Sparkasse Bremen, die SVG, die Unfallkasse Bremen sowie die Ursula Wulfes Stiftung. Seit Jahren macht das Bündnis die Westenübergabe in Bremen erst möglich. Wie auch im vergangenen Jahr sind diese mit den Bremer Stadtmusikanten bedruckt.
Schulwegsicherheit bleibt ein wichtiges Thema. Laut der Bremer Verkehrsunfallstatistik 2025 ist die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern sowohl auf Landesebene als auch im Städtevergleich teilweise deutlich gestiegen. Im Land wurden nach Angaben des Innenressorts 276 entsprechende Unfälle registriert (+51 bzw. 22,7 Prozent). In Bremen lag der Anstieg bei 213 (+21 bzw.10,9 Prozent), während in Bremerhaven mit 63 Fällen ein besonders starker Zuwachs zu verzeichnen war (+30 bzw. 90,9 Prozent).
Regen und Schneefall erhöhen die Unfallgefahr für Fußgänger. Besonders gefährdet sind Kinder. Mit Warnwesten wird ihr Schulweg deutlich sicherer. Das zeigen Zahlen der ADAC-Stiftung: Demnach benötigen Autos bei 50 Stundenkilometern etwa 28 Meter, um bei einer Notbremsung zum Stehen zu kommen. Dazu kommt die Reaktionszeit. Mit Warnwesten oder anderen Reflektoren sind Kinder schon auf 140 Meter Entfernung zu erkennen. Lehrkräfte schätzen die Verwendung von Warnwesten deshalb auch auf gemeinsamen Ausflügen im Klassenverband.
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