Kathrin Moosdorf neue Geschäftsführerin ab 15.09.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende,
liebe Kooperationspartner,

mit diesem Schreiben informiere ich Sie darüber, dass wir nach dem angekündigten Weggang von Andreas Bröcher Ende August die Nachfolge in der Geschäftsführung geregelt haben.

Kathrin Moosdorf wird ab 15. September 2015 neue Geschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband Bremen. Frau Moosdorf ist Politikwissenschaftlerin und bringt mehrjährige Erfahrung als Führungskraft in Verbands- und Vereinsorganisationen mit. Zurzeit ist sie Geschäftsführerin des NAJU-Bundesverbandes, der Jugendorganisation des Naturschutzbundes (NABU) in Berlin. Frau Moosdorf wird mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern von Berlin nach Bremen umziehen.

Wir freuen uns sehr, dass wir uns mit Frau Moosdorf einig geworden sind und sie als neue Geschäftsführerin für den Kinderschutzbund gewinnen konnten. In den Wochen nach ihrem Dienstantritt werden Sie sicher Gelegenheit haben, Frau Moosdorf persönlich kennenzulernen.

Ich freue mich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit und verbleibe


mit herzlichen Grüßen
Dr. Carsten Schlepper
1. Vorsitzender

Verschiebung Telefonberaterausbildung für Nummer gegen Kummer

Mehr Informationen finden Sie unter Termine.

Zinswette 2015 - Bremer Landesbank fördert den Deutschen Kinderschutzbund in Bremen

Link zu Help Community Hausaufgabenhilfe

Was macht der Kinderschutzbund in Bremen?

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Konto der Kinderschutzstiftung Bremen

Die Kinderschutzstiftung Bremen hat ein eigenes Konto:

IBAN-Nummer: DE27290500002002028532
BIC Code BRLADE22XXX

 

Bitte benennen SIe Ihre gute Tat mit:

Zustiftung: Nur die Erträge werden ausgeschüttet.
Spende: Das Geld muss innerhalb von 2 Jahren zweckgebunden eingesetzt sein.

ZentralElternVertretung fördert die Verdoppelungsaktion der Bethe-Stiftung "Du bist nicht allein"

Am 30.06.2015 haben die ehemaligen Vorstandssprecher der ZentralElternVertretung, Frau Sylvia Zimmermann und Herr Nelson Strunk, gemeinsam mit RA Driever und als Vertreterin der damals klagenden Eltern Frau Annette Kühnert einen Scheck in Höhe von EUR 4.338,32 an Herrn Andreas Bröcher, Geschäftsführer Deutscher Kinderschutzbund LV Bremen überreicht.

Bereits im Vorfeld zum sogenannten Normenkontrollverfahren gegen die Erhöhung der Kindergartenbeiträge zum 01.01.2013, hatten viele Eltern die klagenden Eltern finanziell unterstützt, sollte die Klage vorm Oberverwaltungsgericht scheitern und die Kläger die gesamten Kosten des Verfahrens zu tragen hätten.

Wie bekannt ist, entschied das OVG zu Gunsten der Kläger, so dass das Guthaben des sog. Klagefonds an den Kinderschutzbund LV Bremen gespendet werden konnte.

Herr Andreas Bröcher begrüßt die Spende der Bremer Eltern sehr und bedankt sich im Namen all derer, denen dadurch geholfen werden kann. „ Der Deutsche Kinderschutzbund startet in Kürze die Spendenverdopplungsaktion

Du bist nicht allein“, so Herr Bröcher. „Sie wird in Kooperation mit der Bethe-Stiftung organisiert und befasst sich mit der Thematik Trennung und Scheidung. Kinder haben Sorgen und brauchen Orte, zu denen Sie hingehen können“,

fuhr Bröcher fort. „Ein Junge wollte nicht mehr zu seinem Vater, weil er strenger ist, als die Mutter. Er wünsche sich einen Sorgenfresser“ fügt Herr Bröcher dem noch hinzu. Mit der heutigen Spende ist ein Grundstein dafür gelegt, Kindern zu helfen, dessen Eltern geschieden sind, die sich hin und her gerissen, nicht behütet und ängstlich fühlen. 

Es freut uns sehr, nach relativ kurzer Zeit, diese Spende überreichen zu können“, sagt Sylvia Zimmermann, damalige stellv. Sprecherin des Vorstands der ZEV. Nelson Strunk fügt hinzu: „nun muss die senatorische Behörde ihre Hausaufgaben machen und den Eltern endlich die zu viel gezahlten Beiträge erstatten und eine überarbeitete, sozial ausgewogene und rechtlich sichere Gebührentabelle vorlegen“.

Stellvertretend bedankten sich Frau Zimmermann, Frau Kühnert und Herr Strunk bei RA Dreiver von der Kanzlei Engel + Partner, der die Eltern als rechtlicher Beistand während der Klage vertrat.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – Aufarbeitung der Vorwürfe versuchter Einflussnahme pädophiler Netzwerke auf den DKSB in den 1980er-Jahren

Berlin, 14. Mai 2015. Im Herbst 2013 wurde der Deutsche Kinderschutzbund

(DKSB) mit dem Vorwurf konfrontiert, dass pädophile Netzwerke in den 1980er-

Jahren versuchten, Einfluss auf den DKSB zu nehmen. Daraufhin hat der Verband

das Göttinger Institut für Demokratieforschung gebeten, eine unabhängige

Untersuchung durchzuführen, um die Vorwürfe lückenlos aufzuklären und

aufzuarbeiten. Der Abschlussbericht zum Forschungsprojekt „Umfang, Kontext

und Auswirkungen pädophiler Forderungen innerhalb des Deutschen

Kinderschutzbundes“ des Göttinger Instituts für Demokratieforschung liegt jetzt

vor.

„Schaut man auf die Beschlüsse der offiziellen Gremien des DKSB, kann von einer

‚Unterwanderung‘ durch Pädophile keine Rede sein“, sagte Katharina Trittel,

wissenschaftliche Mitarbeiterin am Göttinger Institut für Demokratieforschung,

bei der Vorstellung des Abschlussberichtes. „Gleichwohl gibt es strukturelle und

konzeptuelle Schwachstellen, also inhaltliche Punkte, die kritisch bewertet

werden müssen, sowie gesellschaftliche Hintergründe, die Probleme erst sichtbar

und relevant werden lassen.“

Die Aufarbeitung der Vergangenheit hat immer mit der Gegenwart und der

zukünftigen Orientierung zu tun. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat der

DKSB innovative Präventions- und Interventionsarbeit in Hinblick auf

gesellschaftliche, institutionelle und familiäre Gewalt geleistet. „Dabei steht für

uns der Schutz der Kinder an erster Stelle. Bereits 1997 hat der Deutsche

Kinderschutzbund in der Mitgliederversammlung als eine der ersten Verbände in

Deutschland Umgangsregeln beim Vorwurf sexueller Übergriffe auf Kinder durch

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DKSB verabschiedet“, sagte Paula

Honkanen-Schoberth, Bundesgeschäftsführerin des DKSB. Solche Konzepte

wurden seitdem kontinuierlich aktualisiert und ergänzt. So wurde beispielsweise

2006 die Beschwerdemöglichkeit für Mädchen und Jungen und 2010 in einer

Resolution unter anderem die Vorlagepflicht eines erweiterten

Führungszeugnisses eingeführt; weitere Konzepte folgten.

Grundsätzlich sei es nötig, die eigene Arbeit im Interesse für Kinder kritisch zu

reflektieren, bekräftigte Prof. Dr. Sabine Andresen, Vizepräsidentin des Deutschen

Kinderschutzbundes. Aus diesem Grund war es dem DKSB ein großes Anliegen,

die unabhängige Aufarbeitung des vergangenen Geschehens, der Diskurse und

Ereignisse der 1980er und 1990er-Jahre durch eine Arbeitsgruppe begleiten zu

lassen, die erstens für die Mitglieder eine Fachtagung zur Gesamtthematik

konzipieren sollte und zweitens weitere konzeptionelle Ideen entwickelt. „Darin

sehen wir auch nach der Fachtagung sowie den nun beginnenden Diskussionen

über die Ergebnisse aus Göttingen unsere Aufgabe. Was lernen wir aus der

Aufarbeitung über die Strukturen und Herausforderungen und welche

Rückschlüsse ziehen wir daraus für unsere Arbeit in den unterschiedlichen

Bereichen?“, erläuterte Andresen das weitere Vorgehen des Verbandes. Ein

wichtiger Punkt wird die Schaffung von Ombudschaft im Verband sein.

Wie der Bericht noch einmal aufgezeigt hat, gab es Fälle von Opfern sexuellen

Missbrauchs in Einrichtungen oder Diensten der Ortsverbände des Deutschen

Kinderschutzbundes. DKSB-Präsident Heinz Hilgers: „Wir bitten die Opfer im

Namen unserer betroffenen Ortsverbände nochmals um Verzeihung und bieten

ihnen an, wenn sie Hilfe und Unterstützung möchten, sich an die

Bundesgeschäftsführung des Deutschen Kinderschutzbundes in Berlin zu

wenden.“

Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen

Kindesmissbrauchs, begrüßte das Vorgehen des DKSB bei der Aufarbeitung und

betonte darüber hinaus die Verantwortung von Politik und Gesellschaft:

„Aufarbeitung darf nicht verschleppt werden. Es ist für Betroffene von größter

Bedeutung, dass Bundestag und Bundesregierung aktuell die Weichen für eine

Unabhängige Aufarbeitungskommission auf Bundesebene stellen. Ab 2016 wird

diese neue Aufarbeitungskommission Betroffene aus allen Missbrauchskontexten

– auch dem familiären Bereich – anhören und hoffentlich zu einer breiteren

gesellschaftlichen Debatte und zur Verbesserung des Schutzes vor

Kindermissbrauch beitragen“, so Rörig.

Der Abschlussbericht des Göttinger Instituts für Demokratieforschung  ist auf der Homepage des DKSB unter www.dksb.de/CONTENT/NEWS_PRESSE.ASPX veröffentlicht.

Mitgliederversammlung am 12.05.2015

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,

herzlich Willkommen zur Mitgliederversammlung 2015. Der Vorstand ist seit gut einem Jahr im Amt und wir wollen Ihnen über unser erstes Jahr berichten.

Mit der Übernahme der Geschäfte des vorherigen Vorstandes haben wir uns zunächst mit unserer inneren Struktur und Organisation befasst. Wir haben die Zuständigkeiten und Handlungsfelder aufgeteilt, um dem Geschäftsführer und dem Team der hauptamtlichen Mitarbeitenden gegenüber eindeutig Ansprechpersonen aus dem Vorstand zu benennen. Die Aufteilung von Zuständigkeiten und Handlungsfelder erfolgte auf dem Hintergrund der jeweiligen Kompetenzen und Erfahrungen der Vorstandsmitglieder.

Personal: Gespräche mit den Teams, Einzelfälle (Carsten Schlepper)

Öffentlichkeit + Außenvertretung: LVK, Aktionen (Gisela Knigge)

Finanzen: regelmäßige Beratungen + Controlling (Bernd Müller)

Schriftführung + Betriebsrat: Protokolle, Beratungen (Gaby Thienken)

Kinderschutzstiftung (zukünftig Gisela Knigge + Erwin Pauli).

Zeitgleich zur Konstituierung des neuen Vorstandes hat sich im Kinderschutzbund ein aus der Mitarbeiterschaft gewählter Betriebsrat gegründet. Dieser wurde entsprechend den Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechten in Beratungen eingebunden.

Weiterhin hat der Vorstand sich eine Geschäftsordnung (auf Grundlage der bestehenden Geschäftsordnung) gegeben und die Delegation von Zuständigkeiten und Aufgaben an den Geschäftsführer geklärt.

Der Vorstand trifft sich einmal im Monat zu Vorstandssitzungen im Beisein des Geschäftsführers. In den ersten Monaten hat der Vorstand sich einen Einblick in die inhaltliche Arbeit in den Projekten verschafft. Dazu waren Mitarbeitende aus den Arbeitsbereichen in Vorstandssitzungen eingeladen und haben von der Arbeit und den besonderen Herausforderungen berichtet. Zudem war der Vorsitzende in den ersten Wochen reihum in allen Teams, um sich vorzustellen und die hauptamtlichen Mitarbeitenden kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Im Spätsommer hat auf Einladung des Vorstandes ein gemeinsamer Grillabend mit den hautamtlichen Mitarbeitenden stattgefunden.

In den regelmäßigen Vorstandssitzungen sind Themen zu Personal, Finanzen, Öffentlichkeit und Aktivitäten des Kinderschutzbundes behandelt worden. Beispielhaft möchte ich zwei Beratungsgegenstände herausgreifen. Der Kinderschutzbund ist in einem umfänglichen Netzwerk eingebunden in Gremien der Kooperationspartner, der Stadtgemeinde, auf Landes- und Bundesebene. Hier werden teils politische, teils fachliche Themen und Inhalte bearbeitet. Der Kinderschutzbund wird als Lobbyist und als fachkundiger Verband in diesen Gremien vertreten. Dabei ist zuvörderst zu entscheiden, wer mit welchem Knowhow und zeitlicher Ressource die Vertretung übernimmt. Über diese Struktur haben wir uns im Vorstand gemeinsam mit dem Betriebsrat verständigt.

Ein weiteres Thema, das uns beschäftigt hat, waren die Arbeitsvertragsgrundlagen für unsere Mitarbeitenden. Mit Hilfe der Juristin des Paritätischen haben wir einzelne Sachverhalte zu den Beschäftigungsverhältnissen der Mitarbeitenden geklärt wie z. B. Krankmeldungen, zukünftige Wochenarbeitszeit, mögliche Stellenbeschreibungen. Für zukünftige Arbeitsverträge wurde eine Vorlage neu erstellt.

Darüber hinaus haben zahlreiche Aktivitäten, Gespräche und Beratungen einzelner Vorstandsmitglieder im Rahmen ihrer Aufgaben mit dem Geschäftsführer, dem Betriebsrat, Mitarbeitenden und externen Partnern stattgefunden. Für den engagierten Einsatz, die kooperative konstruktive Mitwirkung und die vielen Stunden im Ehrenamt möchte meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen an dieser Stelle besonders herzlich danke sagen.

Der Kinderschutzbund besteht allerdings nicht nur aus einem Vorstand. Der größte Teil seiner Aktivitäten findet in den Projekten und Arbeitsbereichen statt, die durch unsere engagierten haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden Tag für Tag mit Leben gefüllt werden. Dafür an dieser Stelle unser ausdrücklicher Dank an alle Aktiven. Durch Ihre direkte Arbeit mit den Kindern, Jugendlichen und Eltern, durch Ihre Mitwirkung bei Veranstaltungen und Ihren Einsatz bei Spendenaktionen tragen Sie alle an Ihrem Platz dazu bei, dass der Kinderschutzbund präsent sein kann. Durch Sie können wir Hilfe und Unterstützung für Kinder in Not anbieten, vorsorgend und präventiv beraten und uns auch im politischen Feld einmischen.

Die Projekte werden im Laufe der Mitgliederversammlung noch zu Wort kommen und im Bericht des Geschäftsführers werden weitere Aktivitäten des letzten Jahres genannt. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nur zwei Themen herausheben, die im Moment im Fokus stehen und uns als Kinderschutzbund beschäftigen.

Stichworte zur Ausführung

Bericht des Ausschusses zur Bekämpfung und Prävention von Armut und sozialer Spaltung im Kontext des Bündnisses für den sozialen Zusammenhalt: kein Erkenntnis- aber ein Umsetzungsproblem; fraktionsübergreifende Ausrichtung

Ich möchte stichwortartig aus dem Bericht die Aspekte herausgreifen, die für unsere Arbeit im Kinderschutzbund relevant sind

Erscheinungsformen von Kinderarmut: Bildung, Gesundheit, Freizeit und Teilhabe, Wohnen, Mobilität

Feststellungen: Konzept zur Armutsprävention, um Kinder im gesamten Lebenslauf zu fördern. Netzwerk für Förderung, Unterstützung, Bildung, Partizipation und Schutz, das als Präventionskette von Krippe über Kita, Grundschule und weiterführende Schule bis zur Berufsausbildung eng ineinandergreift

Schlussfolgerungen und Empfehlungen des Ausschusses

Maßnahmen in Bereichen Bildung, Kinder und Jugendliche, ressortübergreifend für Soziales, Bildung und Gesundheit

  • Sprachförderung durchgängig und aufeinander abgestimmt unter Berücksichtigung von Erst- und Zweitsprache bzw. Mehrsprachigkeit; Sprachstandverfahren evaluieren (Zeitpunkt, Methodik, Wirksamkeit)
  • Bildungseinrichtungen in benachteiligten Stadtteilen regelhaft quantitativ und qualitativ bevorzugen und ausstatten
  • Anpassung der Ausbildung von Erziehungs- und Lehrkräften und Konzepte an die gestiegenen Anforderungen im erzieherischen Bereich und in der Betreuung anpassen
  • Personalmix ausbauen, um die sozialpräventive Tätigkeit der Schulen zu verbessern
  • Im Rahmenbildungsplan Armutsbekämpfung und -prävention aufnehmen
  • Elternunterstützung und "Elternkompetenz" in Kitas und Schule verbessern
  • Angebot an Ganztagsschulen quantitativ und qualitativ ausbauen
  • Kindertagesbetreuung in benachteiligten Quartieren ausweiten, Mindestanspruch von 6 Stunden in Krippe, unterjährige Aufnahme und flexiblere Betreuungszeiten, garantiertes Mittagessen, Bedarfsprüfung abschaffen
  • Aufsuchende und stadtteilbezogene Jugendarbeit: prüfen des Haushaltsansatzes
  • Verbesserung des Kinder- und Jugendschutzes

Kooperation zwischen Kinderschutz und Gesundheitssystem sowie der Kitas und Schulen mit unterstützenden Einrichtungen

Ein weiteres Thema, das uns sicher in Zukunft verstärkt beschäftigen wird, sind Kinder und Familien und unbegleitete minderjährige Jugendliche, die auf ihrer Flucht in Bremen ankommen und hier eine Zukunft suchen. Wir haben deshalb diesem Thema in der Mitgliederversammlung einen eigenen Platz verschafft, um mit Ihnen dazu ins Gespräch zu kommen. Nur so viel in meinem Bericht und vorweg: Deutschland ist in die globalen Prozessen involviert, in denen für viele Mio. Menschen zurzeit kein anderer Ausweg bleibt, als aus ihren Heimatländern zu fliehen. Deutschland ist in der Lage weit mehr Menschen aufzunehmen, als es zurzeit passiert. Deutschland sollte sich darauf einstellen, diesen Menschen auf Dauer eine Bleibe zu bieten. Deutschland sollte umfängliche Maßnahmen einsetzen, damit die Integration dieser Menschen gelingt.

Zuletzt: Im März haben wir bekannt gegeben, dass Andreas Bröcher sich entschieden hat, seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Kinderschutzbundes zu beenden. Der Vorstand respektiert diese Entscheidung und zeigt Verständnis für die Beweggründe, die ihn veranlassen eine berufliche Veränderung herbeizuführen. Nach sechs Jahren engagierten Wirkens für den Kinderschutzbund verlässt uns Andreas Bröcher Ende August. Ich danke ihm für seine Arbeit im Kinderschutzbund und wir im Vorstand für die Unterstützung in unserem ersten Jahr.

© Carsten Schlepper / Bremen, 08.05.2015

* Es gilt das gesprochene Wort.

Unterstützen Sie mit Ihrer Spende den Deutschen Kinderschutzbund in Bremen

Der Kinderschutzbund in Bremen ist die Lobbyorganisation für Kinder und Jugendliche. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen, dass Kinder ihre Rechte wahrnehmen können. So bieten wir zum Beispiel die Begegnung zum getrenntlebenden Elternteil an. MitarbeiterInnen des Kinderschutz-Zentrums beraten Kinder, wenn Sie mit Gewalt konfrontiert werden. Zwei Kollegen sind an Bremer Grundschulen und führen das Gewaltprojekt Kindernot braucht Lösungen durch. Viele Ehrenamtliche unterstützen Familien, denen es nicht so gut geht z.B. durch die Hausaufgabenhilfe. 

Mitschnitte 25 Jahre UN Kinderrechtskonvention

Fragen und Antworten der Schülerinnen und Schüler

Mitgliedschaft ab 2,10 € im Monat

Sie wollen Mitglied im Deutschen Kinderschutzbund werden? Seien Sie uns herzlich willkommen. Füllen Sie bitte die Anlage mit Ihren Daten aus und senden uns diese zu. Wir nehmen dann Kontakt zu Ihnen auf. Bis heute haben wir 192 Mitglieder.

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Alle Kinder und Jugendliche haben das Recht auf gleiche Behandlung

Der Deutsche Kinderschutzbund in Bremen begrüßt, dass die Politik die unhaltbaren Zustände in der Unterbringung und Betreuung wahrnimmt und bemüht ist, Abhilfe zu schaffen.

Die Unterbringung der Flüchtlinge, die in Bremen ankommen ist nur die eine Hälfte der Arbeit. Wesentlich zugeordnet muss die pädagogische bzw. therapeutische Begleitung dieser Menschen sein. Sie haben teilweise traumatische und fast immer ganz fremde kulturelle Hintergründe. Diese müssen bei der Aufnahme Berücksichtigung finden. Es sind Kinder und Jugendliche. In diesem Alter ist es zum Beispiel normal, dass man auch spät abends noch Hunger oder Durst hat. Aus unserer Sicht muss der Träger der jeweiligen Einrichtung gewährleisten, dass die Bewohner in ihrem Quartier auch außerhalb von Ausgabezeiten sich stärken können. Damit könnte eine Ursache von Ordnungswidrigkeiten verhindert werden.

Jugendliche Bewohner, die straffällig werden, unterliegen den gleichen Maßnahmen wie Kinder und Jugendliche in Bremen überhaupt. So ist eine gesonderte Unterbringung akzeptabel, es bedarf jedoch einer speziellen pädagogischen Betreuung. In Gesprächen wird immer wieder deutlich, dass die Jugendlichen total motiviert sind, die deutsche Sprache zu erlernen und bei uns etwas zu erlernen. Diese Motivation gilt es aufzugreifen. Hier ist die gesamte Gesellschaft gefordert mit ihren vielen Initiativen in Kirchen und Verbänden. Es passiert hier schon an vielen Stellen Großartiges. So sind viele Jugendliche bereits in Sportverbänden in Bremen integriert.

Der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Bremen kann den Vorstoß des Bürgermeisters Jens Böhrnsen verstehen, den Zuzug von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu steuern und Jugendliche in andere Kommunen zu schicken und dort betreuen zu lassen. Die Stadt und die sozialen Strukturen geraten Zunehmend an ihre Grenzen. Da ist es sinnvoll, Jugendliche auch außerhalb von Bremen zu versorgen. Hier ist die gesamte Republik gefordert, entsprechende Standards schnell aufzubauen, um dieser Herausforderung, für viele Kommunen eine neue Aufgabe, gerecht zu werden.

Wir beobachten zur Zeit ein unkoordiniertes Suchen nach schnellen Lösungen. Wünschenswert ist es, dass die Stadt Bremen möglichst bald zu einer Gesamtkonzeption gelangt, die den gesamten Bereich von Ankommen bis hin zur Integration der Flüchtlinge in die Bremer Gesellschaft umfasst. Das bedeutet sicher, wesentlich mehr Gelder für begleitende Maßnahmen in die Hand nehmen zu müssen.

Kinder stark machen durch Teilhabe

Kinder sollen einmal Persönlichkeiten werden, selbstbewusste Männer und Frauen, die ihre Stärken und auch Schwächen kennen. Der Kinderschutzbund in Bremen setzt sich seit Jahren für dieses Ziel ein.
Der Bremer Kinderschutzbund geht verschiedene Wege, um dieses Ziel zu erreichen. So gibt es Projekte, die vom Land Bremen unterstützt werden, wie beispielsweise das Kinderschutz-Zentrum oder der Begleitete Umgang, aber auch Projekte wie ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung oder Freizeitangebote. 
Darüber hinaus ist es aber auch notwendig, mit den Eltern zu arbeiten, ihnen in Form von Infoveranstaltungen oder Elternkursen Antworten auf ihre Fragen zu geben und sie im Bewältigen der vielen Aufgaben im familiären Alltagsleben zu stärken.
Die Durchführung dieser Projekte ist mit einem recht hohen Aufwand verbunden, für den der Kinderschutzbund auf Hilfe von außen angewiesen ist. Wenn auch Sie diese Arbeit unterstützen möchten: Spendenkonto: Bremer Landesbank BLZ 29050000 Konto 1016636030 oder Infos erhalten Sie unter 0421/24011210 info@dksb-bremen.de

Gestaltung und Programmierung: Quadracom, Internet- und TYPO3-Dienstleistungen, Bremen