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21.05.2021

„Kinderrechte in Bremen – Alltägliches in Frage stellen!“

Kategorie: Pressemitteilungen

Großes Interesse an erster Fachveranstaltung des neuen Jugend- und Kinderrechtebüros in Bremen

Spielende Kinder

Bremen, 20.05.2021. Der Kinderschutzbund Bremen hat heute im Rahmen einer Online-Veranstaltung ein neues Angebot vorgestellt: Seit Ende letzten Jahres gibt es das Jugend- und Kinderrechtebüro Bremen. Dieses verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche über ihre Rechte zu informieren und die Kinderrechte mehr in die öffentliche Wahrnehmung zu bringen. Denn den meisten Kindern und Jugendlichen in Bremen sind die Kinderrechte bisher nicht bekannt.


Das von der Aktion Mensch geförderte Projekt zielt u.a. darauf ab, die Auseinandersetzung mit den Kinderrechten zu verstetigen. Mit der ersten öffentlichen Veranstaltung stellte sich das Projekt der Bremer Öffentlichkeit vor und bot Raum für Inhalte und Vernetzung. Rund 60 pädagogische Fachkräfte und Engagierte aus der Kinder- und Jugendhilfe sind der Einladung zum fachlichen Austausch gefolgt.


Mit welcher Haltung treten wir Kindern und Jugendlichen gegenüber? Diese Frage stand im Zentrum der Auseinandersetzung. Für die Verwirklichung der Kinderrechte braucht es Erwachsene, die sich auf die Perspektive von Kindern und Jugendlichen einlassen, die bereit sind, Macht abzugeben und Alltägliches in Frage zu stellen. Hierzu gab Sam Tsemeu aus Berlin in einem Impulsreferat viele Anregungen für die pädagogische Praxis.
In der sich anschließenden Workshopphase beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Stärkung der Kinder und deren Rechten in ihren jeweiligen Tätigkeitsfeldern.


Am Ende der Veranstaltung zeigten sich Yann Fingerhut und Hannah Schröter vom Jugend- und Kinderrechtebüro zufrieden. „Es wurde deutlich, dass es in Bremen schon viele gute Projekte zum Thema Kinderrechte gibt. Das Interesse ist groß und der Bedarf nach Austausch vorhanden. Hier konnten wir heute einen ersten Schritt der dringend notwendigen Vernetzung gehen.“ so Yann Fingerhut.


Hannah Schröter ergänzt: „Auch gesellschaftlich gesehen, muss noch einiges geschehen. Heute wurde deutlich, dass das Thema Kinderrechte in Studium und Ausbildung von sozialpädagogischen Fachkräften zu wenig behandelt wird. Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene wissen nichts von den Kinderrechten. Unser neues Angebot soll diese Leerstelle füllen und über die Jugend- und Kinderrechte informieren und dafür sensibilisieren.“


Weitere Informationen zum Jugend- und Kinderrechtebüro erhalten Sie unter www.kinderrechte-bremen.de


Pressekontakt: Kathrin Moosdorf