Krisensituation melden! Mitglied werden & spenden!

Fortbildung für Fachkräfte

Traumatisierte (Flüchtlings-)Kinder gut begleiten und integrieren

Wenn Kinder und ihre Familien nach der Flucht in Deutschland ankommen, haben die beängstigenden Erlebnisse von Krieg und Verfolgung scheinbar ein Ende. Die Verarbeitung des erlittenen Traumas aber beginnt erst. Erlebnisse wie Kriegserfahrungen oder auch die Trennung von einem Elternteil lasten schwer auf vielen Neuankömmlingen. Traumatische Belastungen bei Kindern äußern sich in Verhaltensstörungen, denen Fachkräfte in ihrem Alltag adäquat begegnen müssen.
Oft sind die Verhaltensstörungen so gravierend, dass die Kinder einer besonderen Unterstützung bedürfen. Erzieher*innen, Lehrer*innen und andere pädagogische Fachkräfte brauchen vor allem Wissen über Traumata und ihre Folgen für die betroffenen Kinder. Sie sollen Sicherheit im Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskindern gewinnen, um angemessen reagieren und entsprechende Hilfen einleiten zu können.

Der Deutsche Kinderschutzbund Bremen bietet hierzu, eine qualifizierte Fortbildungsreihe an, um vertiefendes Grundlagenwissen zu Trauma und Traumapädagogik sowie kultursensiblem Arbeiten mit Kindern und ihren Familien zu erlangen.

  • Zielgruppe: Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sowie des Bildungswesens
  • Teilnehmer*innenbetrag: 300 Euro
  • Veranstaltungsort: Friedenskirche, Humboldtstr. 175, 28203 Bremen (Eingang Deutscher Kinderschutzbund, Humboldtstr. 179)
  • Referentinnen: Jana Rump (Psychologin Master of Science, Systemische Kinder- und Jugendlichen-Therapeutin sowie Einzel-, Paar- und Familientherapeutin) und Monika Diemer (Diplom-Heilpädagogin, Systemische Kinder- und Jugendlichen-Therapeutin sowie Einzel-, Paar- und Familientherapeutin)

1. Tag, 28.08.2017 von 9–16 Uhr – Kultursensibles Handeln und Trauma
Basisinformationen zur Situation von Kindern und Familien nach ihrer Flucht, Erziehungsgrundsätze der Flüchtlingsfamilien, Zugänge schaffen – Barrieren überwinden

2. Tag, 29.08.2017 von 9–16 Uhr – Trauma
Neurobiologische und psychische Grundlagen zu Traumata, Schutz- und Stabilisierungsmaßnahmen, Vermeidung sekundärer- und Retraumatisierung

3. Tag, 30.08.2017 von 9–16 Uhr – Traumapädagogik
Möglichkeiten und Grenzen traumapädagogischer Arbeit, Reflektion eigener Haltungen und Handlungen an Fallbeispielen aus der eigenen Praxis

4. Tag, 31.08.2017 von 9–14:30 Uhr – Lebenswirklichkeit von Familien nach der Flucht
Bedeutung von Flucht in der Biographie, Orientierung in der Fremde, Rollendiffusion

5. Tag, 01.09.2017 von 9–16 Uhr – Elterngespräche und Fachkräftefürsorge
Gesprächsführung mit Eltern und Kindern, Hilfenetzwerke der Familie sehen und verstehen – Wer ist Akteur für die Familie? Methoden und Anregungen zur Selbstfürsorge

Nachfragen zu der Fortbildung können Sie an das Kinderschutz-Zentrum Bremen unter 0421-240 112 20 oder ksz[at]dksb-bremen.de richten. (Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.) Ihre verbindliche Anmeldung richten Sie bitte bis zum 30.06.2017 an info[at]dksb-bremen.de.